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Die geplante Renovierung der Orgel in Eltville, St. Peter und Paul

Die Orgel der Kirche St. Peter und Paul in Eltville wurde im Jahr 1869 gebaut und gilt damit als historisches Instrument. Im Zuge der damaligen Mittelalterbegeisterung, als auch ein neugotischer Hochaltar und neue Fenster eingebaut wurden, hat man die Orgel nach gotischem Vorbild als Schwalbennestorgel konzipiert. Als im Jahr 1932 das Seitenschiff der Kirche vergrößert wurde, musste die Orgel versetzt werden. Dabei hat man die mechanische Technik durch eine elektrische Anlage ersetzt, den Rest aber weitgehend beibehalten. Diese alten Elektromagnete sind heute immer noch in Betrieb, funktionieren aber nur noch unzuverlässig und entsprechen längst nicht mehr den Vorschriften des Brandschutzes, es gab schon einen Kabelbrand. Im Jahr 1962 wurde eine zweite Orgel (neue Hauptorgel) auf der Westempore gebaut, auch mit elektrischen Trakturen (=Verbindung von den Tasten zu den Pfeifen), um sie mit der alten Orgel verbinden zu können. Diese Elektrik muss nun ebenfalls ersetzt werden. Dringend ist auch eine Reinigung der Pfeifen erforderlich, weil Staub und Ruß der letzten 50 Jahre deren Klang beeinträchtigen.

Die Gemeinde möchte die notwendigen Maßnahmen für weitere Änderungen nutzen, um die Qualität der Orgel zu steigern und die musikalischen Möglichkeiten des Instruments zu vergrößern. So fehlen derzeit weiche Klangfarben, um die verschiedenen Chöre sowie Solisten z. B. bei Trauungen gut begleiten zu können. Beim Bau der Hauptorgel hat man die alte Schwalbennestorgel verkleinert und Pfeifen stillgelegt. Dies soll rückgängig gemacht werden, die alte Orgel also ihre Klangpracht zurückerhalten. Die Hauptorgel wird erstmals mit mechanischen Spieltrakturen ausgestattet werden, die nicht nur dauerhafter sind, sondern dem Organisten auch ein viel besseres Spielgefühl vermitteln.

Der Spieltisch wird mittig vor der Orgel stehen, dann kann der Organist von seinem Platz aus auch einen Chor dirigieren, was bislang nicht möglich ist. Ein neues Orgelgehäuse für die Hauptorgel auf der Westempore wurde gewünscht, welches der Architektur der Kirche besser angepasst ist, als es 1962 geschah. Mittlerweile wurde ein historisches neogotisches Orgelgehäuse erworben, das sich perfekt in die Architektur der Kirche einfügt.

Das reiche musikalische Leben der Eltviller Gemeinde mit Kirchenchor, Schola, Kinder- und Jugendchor sowie zahlreichen Gastchören, vielen Solisten bei Trauungen und Orgelkonzerten benötigt ein gutes und funktionssicheres Instrument. In der letzten Zeit häuften sich kleinere und größere Ausfälle der Orgel, sie musste Ende 2016 ganz stillgelegt werden. Die Schwalbennestorgel ist bereits 2015 völlig verstummt, die Technik (von 1934!) hat ihren “Geist” aufgegeben.

Geplant ist:
1) Umbau der Hauptorgel auf der Westempore
- neues, gebraucht erworbenes Orgelgehäuse im neogotischen Stil
- neue mechanische Windlade für Hauptwerk und Pedal
- Wiederverwendung der ehemaligen Positiv-Lade als Schwellwerk, nun mechanisch angespielt

2) Renovierung der Schwalbennestorgel
- Wiederanschließen des Prospektregisters Praestant 4’
- Aufstellung des bisherigen Hauptwerks in der Orgelkammer hinter der Schwalbennestorgel
- Aufstellung zweier Pedalregister auf elektrischer Einzeltonlade
- Aufstellung einer gebrauchten Windlade aus Martinsthal als viertes Manual (Solo)

3) neuer viermanualiger Spieltisch, mechanische Traktur für Hauptorgel, elektrische Traktur für Schwalbennest, aufgestellt vor der Hauptorgel mit Blickrichtung zur Orgel

Fast alle bisherigen Pfeifen werden gereinigt und wiederverwendet. Es werden zusätzliche Register eingebaut, die zum größten Teil gebraucht erworben werden konnten, hauptsächlich aus England.

 

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